Neues aus der Bastelecke: Holzstativ im Eigenbau

Heute möchte ich euch mal einen Eigenbau präsentieren. Ein schnuckeliges Holzstativ.

Gelegentlich fotografiere ich gerne mit meinen uralten 6×9 Rollfilm-Klappkameras oder den Altix-N oder Altix-V Systemkameras.
„Entschleunigtes Fotografieren“ eben. Da geht noch alles vollmechanisch, und muss in Ruhe von Hand eingestellt werden. Zwar geht das mit dem 35er Objektiv und mit passend voreingestellter Entfernung, Blende und Belichtungszeit auch problemlos als Schnappschussfotografie, so richtig Spass macht es aber, mit dem 50er Adlerauge oder dem 90er Tele vom Stativ in Ruhe, schön komponierte und exakt eingestellte Aufnahmen zu kreieren.

Auf dem modernen Carbon-Feisol sieht so ne uralte Kamera aber irgendwie ziemlich shyzze aus :D

Die guten Berlebach Holzstative sind zwar spitze, werden ja aber zu Mondpreisen gehandelt. Was lag also näher, als der Selbstbau?

Bei einem befreundeten Parkettleger fiel mir ein Stück uralter Pitchpine Bodendiele in die Hände, ca. 100 Jahre alt und somit garantiert gut abgelagert. Daraus hab ich die 20x20mm starken Holzleisten für die Stativbeine geschnitten. Die Kopfplatte besteht aus 22mm Eiche. Ein paar passende Schrauben und Flügelmuttern vervollständigen das Stativ. Die Beine sind verstellbar von 75cm bis 120cm, und den Spreizwinkel regelt – robust und funktionell – eine Kombination aus Ketten und Karabinern.
Die Holzoberflächen sind gegen Witterungseiflüsse fein geschliffen und mit stinknormalem Olivenöl geölt. Gegen das Rutschen, Kratzer und Verschmutzung habe ich an den Enden der Stativbeine noch jeweils einen Gummifuß angeschraubt.

Das Stativ wiegt knapp ein Kilo, und rangiert somit irgendwo zwischen Reisestativ und Normalstativ. Überraschenderweise hat es eine sehr gute Eigendämpfung, und ist je nach Kamera im kritischen Bereich (Spiegelschlag!) von etwa 1/4s bis 1/25s meinen wesentlich schwereren Alu- und Carbonständern überlegen.

Vor allem aber fällt man auf, mit dem Teil, wenn man bei irgend einem Event auf andere Fotografen trifft 8o

Wenns interessiert, kann ich auch gerne mal eine Skizze mit Maßangaben hinterher schicken, denke aber, die Bilder sind selbsterklärend, und die Größe kann sich jeder nach Bedarf bauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.