Rauch fotografieren – kleines Tutorial

rauchen-macht-schlankNachdem mein Bild „Rauchen macht schlank“ gut anzukommen scheint, schreibe ich euch heute mal ein kleines Tutorial zum Rauch fotografieren.
Das ist nicht schwierig, und wenn ihr ein, zwei Faktoren beachtet, selbst mit kleinem Equipment problemlos umsetzbar.

 

Was ihr braucht:
-Einen dunklen Hintergrund
-Räucherstäbchen oder Räucherkegel
-Knete für den Ständer
-ein kleines Blitzgerät, idealerweise manuell regelbar
-Funkauslöser oder Synchronkabel für den Blitz

Einen möglichen Aufbau seht ihr hier:

Rauchtut_1Vor einem hellen Hintergrund wird Rauch kaum sichtbar, darum nimmt man am besten einen Dunklen. Etwa schwarzen Tonkarton, Moltonstoff oder Ähnliches.

Das schwärzeste Schwarz als Hintergrund bekommt ihr völlig umsonst, wenn ihr bei Nacht am offenen Fenster fotografiert. Für Rauchfotos muss es dazu allerdings absolut windstill sein.

Da es nicht ganz einfach ist, auf den Rauch zu fokussieren, fokussiert einfach auf die Spitze des Räucherstäbchens oder einen darüber gehaltenen Bleistift o.Ä. als Hilfstarget. Kamera aufs Stativ, Autofokus und Wackeldackel sollten ausgeschaltet sein.

Um die Rauchstrukturen in ihrem gesamten Volumen scharf abzubilden, empfiehlt sich eine Blende um f:8

Die Verschlusszeit kann auf Synchronzeit stehen, einige Funkauslöser haben eine kleine Verzögerung, dann stellt die Verschlusszeit eine oder zwei Drittelstufen länger. Durch die kurze Verschlusszeit ist sichergestellt, daß das vorhandene Raumlicht auf dem Bild nicht in Erscheinung tritt.
Falls euer Blitz eine Slavezelle hat, also auf Blitzlicht reagiert, und mitblitzt sobald er einen Blitz „sieht“ könnt ihr auch die Klappfunzel oder den Miniblitz in eurer Kamera als Auslöser für den externen Blitz verwenden. Damit ihr hier kein störendes Frontallicht mit ins Bild bekommt, könnt ihr das Licht von der Kamera per Alufolienspiegel an die Wand oder Decke lenken, oder ein Infrarotfilter vor dem  Kamerablitz befestigen. Dann braucht ihr weder ein Synchronkabel noch einen Funkauslöser. Das funktioniert dann sogar mit einer kleinen Kompaktkamera

Den Blitz stellt ihr manuell auf kleine Leistung. Aus kurzem Abstand genügt oft schon die kleinste Leistung. Der Blitz sollte so positioniert werden, daß er den Hintergrund nicht anleuchtet, und auch nicht ins Objektiv blitzt. Ideal ist eine seitliche Position oder schräg  von hinten. Notfalls lässt sich mit Klappen aus Karton der Lichtkegel des Blitzes gegen unnötiges Streulicht weiter einengen.

Wenn ihr einen passenden Bildausschnitt, meist kurz über der Spitze des Räucherstäbchens gefunden habt, könnt ihr munter los  fotografieren. Der Rauch nimmt jede Sekunde andere interessante Formen an, oft fängt die Rauchsäule sogar an zu pulsieren.
Versucht, die interessantesten Formen und Momente abzupassen. Das Räucherstäbchen qualmt lange genug für über 100 Fotos.

Rauchtut_2So könnte euer Ergebnis dann aussehen. Per EBV könnt ihr noch den Kontrast oder die Farben anpassen, den Rauch anders einfärben oder das Bild drehen, ausschneiden, negativ darstellen usw. Eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Natürlich kann man die Fotos auch gut für Montagen verwenden. So hab ich die Bilder vom Rauch für meine Serie von der  „blinden Seherin“ gebraucht. Hier mal ein Beispiel, die komplette Serie seht ihr in der Galerie auf meiner HP.
Rauchtut_3Viel Spass beim Nachmachen! Wenn irgendwas nicht klappt, fragt gerne hier nach, oder stellt gerne mal eure Ergebnisse hier drunter!

Greetz^^
Claus

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